Erfahrungsbericht

Gertraud E. spricht über ihre ehrenamtliche Arbeit beim Caritas Besuchsdienst in Burghausen

Ich heiße Gertraud E. und arbeite seit Juli 2009 ehrenamtlich beim Caritas Besuchsdienst in Burghausen mit.

Seit meiner Jugendzeit bin ich ehrenamtlich aktiv. Ganz verschiedene Bereiche hab ich da bisher abgedeckt. Von Jugendarbeit über Caritas sammeln, Frauenbund und Pfarrgemeinderat bis hin zum Besuchsdienst. Durch die Jugendarbeit lernte ich meinen Mann kennen. Wir haben geheiratet und in Burghausen eine Familie gegründet. Nach Berufstätigkeit hab ich mich ehrenamtlich engagiert. Die Kinder wurden erwachsen und gingen aus dem Haus. Nach der jahrelangen Pflege meiner Eltern war eine ruhige Rentenzeit mit meinem Mann geplant, doch leider war uns diese Zeit nicht vergönnt. Nach einer schweren Krankheit ist er im Jahr 2009 verstorben.

Im Sommer 2009 wurde ich von Frau Klement von der Caritas angefragt, ob ich mir vorstellen könnte beim Caritas Besuchsdienst mitzuhelfen. Anfangs war ich noch ein wenig skeptisch, da ich mit Haus und Garten genügend zu tun hatte und mich auch noch um meine Schwiegermutter kümmere. Dennoch wollte ich mir den Besuchsdienst einfach einmal anschauen. Denn die Sache an sich alte, einsame oder kranke Menschen zu besuchen, ihnen Zeit zu schenken fand ich sehr gut. So wagte ich gemeinsam mit Frau Klement einen Erstkontakt. Eine 50jährige Dame im Rollstuhl und schwer krank wurde von mir regelmäßig besucht. Im Laufe der Zeit ergab sich jedoch, dass der Besuchsdienst nicht mehr gewünscht wurde und so nahm ich den Besuchsdienst bei Frau Gertrude S. auf.

Seit Januar 2010 besuche ich Frau S. regelmäßig einmal in der Woche. Ungefähr eine Stunde bleibe ich bei ihr. Da Frau S. nicht mehr so gut auf den Füßen ist, verbringen wir die gemeinsame Zeit mit ganz viel reden. Ich erzähle ihr was in meiner Familie los ist, in der Pfarrei sich ergibt, über Fußball und was in Burghausen alles geboten ist. Auch reden viel über die Vergangenheit. Das tut Frau S. sehr gut. Wenn ich zu Frau S. komme ist sie oftmals sehr von ihren Schmerzen niedergedrückt und traurig. Wenn wir aber zusammengesessen haben und einfach ein wenig miteinander gelacht haben, geht es ihr schon viel besser. Beim gehen sagt sie dann oft „Jetzt tut mir nichts mehr weh! Sie tun mir richtig gut! Ich freue mich jetzt schon auf nächste Woche, wenn Sie mich wieder besuchen kommen!“ Das ist für mich der schönste Dank für meine geschenkte Zeit. Ich freue mich schon beim gehen auf das nächste Treffen und Frau S. freut sich ebenso. Es ist eine richtige Freundschaft im Lauf der Jahre entstanden.

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FAQ - Häufig gefragt

Muss man Caritas-Mitglied sein, um als ehrenamtlicher Helfer tätig zu sein?

An wen muss ich mich wenden, wenn ich ehrenamtlich tätig werden will?

Muss ich ständig abrufbereit sein, wenn ich dem ehrenamtlichen Helferkreis angehöre?

Welche Tätigkeiten muss ich als ehrenamtlicher Helfer ausführen?

Bin ich überhaupt qualifiziert?

Was, wenn ich mit einer Hilfssituation überfordert sein sollte?

Bin ich versichert?

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